Sag alter Mond

Sag‘, alter Mond. was ist bloß mit den Menschen los? Sag‘ alter Mond, sag‘, ob das weiter träumen lohnt!

Sag‘ Mond, wär‘s möglich, dass man bei Dir wohnt, wie ist‘s da so? Wenn ich davon träum‘, bin ich ganz froh! Verstehst Du das, Mond? Menschen haben niemals Zeit. Sie müssen tun, was sich lohnt. Doch ohne Freunde spür’n sie große Einsamkeit.

Ich bin noch klein Mond, doch meinst Du nicht, wir wär‘n vielleicht ein prima Team? Ich wünsch‘ mir: Alle Menschen würden singen und lachen, auf den Tischen tanzen und all solche Sachen, ob schwarz, ob weiß oder rot oder gelb - oder bunt, alle tanzen im Kreis. Wär‘ das nicht schön? Ach Mond!

Wir zwei machen ‘ne Party, wir laden sie ein, die Kanzler und die Könige, zu Dir, ob schwarz, ob weiß oder bunt, Woll‘n wir nicht eigentlich alle das Gleiche?

Sag alter Mond, glaubst Du, kriegen wir das hin? Sag alter Mond, lächelst Du jetzt?

Gang der Dinge

1

Der Nachbar drüben verprügelt seinen Hund und streitet wieder mal mit seiner Frau. Er hat dafür im Grunde keinen Grund. Den braucht er nicht, er ist fast immer blau.

Und die Sonne streckt ihre warmen hellen Arme. Der Sommerwind bläst mild über‘s gold‘ne Feld. Aus dem Gänseblümchen fliegt ein kleiner Same. So dreht und dreht sie sich immer weiter uns‘re Welt

2

Im nächsten Ort erschlägt ein Baum den Herrn von Mut. Seine Firma machte grad zuvor bankrott. Und seine Frau fand immer alles heil und gut. Nun ist sie allein mit sich und Gott.

Und die Sonne …

3

Zwei Kontinente weiter sterben Rinder weil Dürre ihren Lebensraum zerstört. Dass unser Klima krank ist, spür’n hier jetzt schon Kinder, die verhungern, was zu wenige empört.

Und die Sonne …

Wellenreiter-Kuh

Ich geh hier am Meer spazier‘n und bin so am vor mich hin sinnier‘n. Meine Nase im Wind, die Füße im Sand und da vorne ein kleines Kind an Mutters großer Hand.

Wo Wolken mit Wellen Kriegen spiel’n und wo die Möwen beim Kacken nicht so genau ziel‘n, da ist das Meer, da ist das Meer.

2

Ach es ist ja schon kurz vor halb sieben und wo sind eig‘tlich meine Surf-Schuhe geblieben? Auf einmal trifft mich was frech im Genick: ‘Ne alte Glocke aus Blech! Wo kam denn die jetzt her? Die hat ich gar nicht im Blick.

3

Also woher so ‘ne große Glocke hier am Meer? Das ist wie‘n Eskimo in der Wüste, na so ungefähr… Das würd‘ ich gerne jetzt mal versteh’n - und in der Ferne kann ich sie sehn: Meine Schuh‘ an den Füßen einer na ratet mal…

Wo Wolken mit Wellen Kriegen spiel‘n, da ist das Meer, da ist das Meer. Wo man niemals eine schwarz-weiß gefleckte Kuh treffen würd‘, wo man noch Wunder erleben kann da ist das Meer, da ist das Meer

4

Hast Du vielleicht meine Glocke geseh‘n? - Die Kuh sieht ratlos aus - Wo die bloß ist? Ich kann das gar nicht versteh‘n! Ich brauch‘ sie sehr, beim Well‘nreit‘n auf’m Meer, damit ich nich’ noch verloren geh, hier auf der weiten weiten See.

Wo Wolken mit Wellen Kriegen spiel’n..

(wie Chorus 1)

..da ist das Meer! (8x)

An diesen Tagen

1

Du kennst bestimmt auch diese Tage? Du fühlst Dich eigentlich zu nichts in der Lage. Und so fragst Du Dich; Wie soll's heut‘ bloß noch weiter geh'n? Oder lass‘ ich einfach alles gescheh'n?

2

Alles scheint ein Knäuel aus schwer wiegenden Fragen aus Teer oder Lehm oder Blei - wie dem auch sei: Du kannst's nicht tragen. Nein, nein, nein nein, Du kannst‘s nicht tragen. Du kannst‘s nicht tragen.

An diesen Tagen kommt alles auf einmal. An diesen Tagen passiert alles dreimal An diesen Tagen gelingt alles kein Mal. An diesen Tagen

3

Wer oder was in Dir hat jetzt eigentlich das Sagen? Denn Du spürst sie kaum noch, Deine schwindsüchtige Macht. Und so denkst Du vielleicht: Hey, hey hey hey wer hier zuletzt lacht…wer zuletzt lacht.

An diesen Tagen kommt alles auf einmal….

4

Und so setzt Du Dich an Dein‘n PC.

Oh nee oder nee! Das war ein schöner Plan.

Auf dem Monitor siehst Du nur Schnee!

Unschuldig weiß…Was für ein Sch…

Und Du drehst Dich weiter, in Deinem bleiernen Kreis.

5

Ach vielleicht soll das so sein. Und wieso fällt Dir das jetzt erst ein? Alles ist wie es ist wie es ist. Und auf einmal merkst Du, dass Du im Flow bist!

Rosarote Einhörner

Angeblich ändert sich ja unser Klima. Ich sitz‘ wie immer hier auf mein‘m Balkon. Ach Hitze, Sturm und Regen gab‘s doch immer. Das bringt doch mich noch nicht aus der Facon.

Doch die rosaroten Einhörner, die leben -

weil so viele Menschen sie tagtäglich seh’n.

Uns wie könnt‘s so viel Einhorn-Bilder geben,

würden Ihre Mähnen nicht mehr weh’n.

Elektro-Smog, was bitte soll denn das sein? Ich kann die Strahlen jedenfalls nicht sehn, noch hör’n. Mein Mikrowellen-Tiefkühlessen schmeckt mir! Das tut mir richtig gut, kann ich Euch schwör‘n.

Doch die rosaroten Einhörner, die leben….

Nun sagen sie, die Bienen würden sterben, dabei hab‘ ich g’rad’ heut’ eine geseh’n, man müsse für mehr Artenschutz jetzt werben, Die spinnen ja: Jetzt soll ich nicht mehr mäh‘n.

Doch die rosaroten Einhörner, die leben …

Nich' viele Worte

1

Ich mache nicht viele Worte,

das hast Du früher oft gesagt

wenn Du ‘ne Rede halten solltest,

doch viel lieber gar nichts sagen wolltest.

2

Wie geht es Dir -

fragst Du mich jetzt hier,

wo‘s für Dich tausend Gründe gäb’, laut zu klagen,

ach Du Meister… im Ertragen!

Ich möchte Dir dringend was sagen,

weil mein Herz sonst irgendwann zerspringt.

Ich trau‘ mich nicht, ich stell mir Fragen,

wie‘s wahrhaftig in Deinen Ohren klingt.

Diese drei Worte sind doch wunderbar!

Ach warum ich das bloß so schwierig find’?

Uns’re Gefühle, die sind doch sonnenklar:

Du bist mein Papa, ich Dein Kind.

3

Verstehs’te, was ich mein -

hast Du mich früher oft gefragt.

Ich nickte wortlos, ich verstehe

weil’s keine Worte gibt für uns’re Nähe.

Ich möchte Dir dringend was sagen,

weil mein Herz sonst irgendwann zerspringt.

Ich trau‘ mich nicht, ich stell mir Fragen,

wie’s wahrhaftig in Deinen Ohren klingt.

Mit Deinen Worten: Ich hab‘ Dich ganz gewaltig lieb.

Warum ich das bloß so schwierig find

Ich hab‘ Dich doch so unbeschreiblich…

…ach einfach so unbeschreiblich lieb.

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Outro

Nun sagst Du gar nichts mehr,

nicht mal: Verstehs’te, was ich mein?

Ich nehme Deine Hand

und frage mich, ob Du vielleicht schon bist,

wo wieder alles gut ist,

im Zauberland.

Schwarz und weiss

1

Den Schnee in den Bergen liebst Du sehr, und ich brauch’ Sonne, blaues Meer. Du gehst mit Dir manchmal hart in’s Gericht. Ich nicht, ich schreib’ lieber ein Gedicht.

Und am Klavier mit Dir philosophier’ ich mit schwarzem Bier und rotem Wein hier vor uns zwei’n. Über schwarz und über weiß und Harmonie und über Dich und über mich, über Magie.

2

Ich trink’ mein’n Kaffee gerne schwarz, nicht so wie Du, Du nimmst dazu Weißes von der Kuh. Du trinkst gern Tee, den brauchst Du richtig heiß, ich ess‘ lieber ‘n Schokoladen-Eis

Und am Klavier mit Dir philosophier ich….

Tango

Intro:

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die Macht in unser‘m Land?

Ich bin‘s, Ich lass Euch tun, was mir gefällt, Und so regier‘ ich gar die Welt.

1

Ich habe die Macht in unserm Land, bin meist unerkannt, weil ich verkleidet bin.

2

Ich trage Gewand, aus Wahrheit, Verstand, aus Mangel an Zeit, und scheinbarer Notwendigkeit.

3

Doch heiße ich Angst - komm, gib mir deine Hand, du hast keine Chance, wenn du mich nicht erkennst bei Dir.

Ich bitt’ dich galant zum Tanz

verführe rasant mit Glanz.

Ich spür deine Gier,

schon gehörst du mir!

4

Und ich versprech‘ Dir die Macht in unser’m Land. Komm, drück sie an die Wand, die dir im Wege sind.

5

Ach unser Land, das ist in Gefahr, denn Dir ist nicht klar, dass nur Du selbst dir im Wege bist.

Wir bitten zum Tanz galant, wir werben mit Herz und Verstand Komm, gib uns deine Hand für unser farbenfrohes Land. (3x)

Träume

1

Du hast Dir’n Bild gemalt von dir

und das gefällt dir richtig gut.

Du stellst es dir vor Deinen Spiegel

und du stellst es vor deinen Schrank.

Und du polierst es schön dreimal täglich

mit viel Fleiß blitzeblank.

Denn deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Sie klettern gern auf hohe Bäume, deine Träume

pass gut auf, lass sie nicht rein.

Deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Sie klettern gern auf hohe Bäume, deine Träume

pass gut auf, lass sie nicht rein.

2

Und diese Träume,

die sperrst du in den Schrank.

Doch gib gut acht, sie haben Macht

in deinem Haus.

Fühl’n sich allein. Sie werden schrei’n,

woll’n endlich jetzt raus und bei Dir sein.

Denn deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Sie klettern gern auf hohe Bäume, deine Träume

pass gut auf, lass sie nicht rein.

Deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Deiner heiligen Realität

verpassen sie ‘n Hörgerät.

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Deck sie gut zu und pack Sie schön warm ein.

Doch lass Sie bloß niemals zu dir herein.

—————————————

Denn deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Sie klettern gern auf hohe Bäume, deine Träume

pass gut auf, lass sie nicht rein.

Deine Träume sind gemein,

lass sie niemals zu dir rein.

Denn deine heilige Realität

schmeißen sie runter in‘s Gemüsebeet.

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Auch hohe Bäume sind gemein, lass Dich niemals auf sie ein. Sie fangen gern geheime Träume, solche Bäume,

lass dich niemals auf sie ein.

lass dich niemals auf sie ein.

Diese Seite ist im Aufbau. Weitere Texte werden demnächst ergänzt.

Schauen Sie doch bald mal wieder rein…